Konditionierung = Lernen

Wie ist alles zu dem gekommen, wie wir es heute erleben? Welche Rolle spielen wir selbst eigentlich in unserem Leben? Ist unsere Konditionierung vorherbestimmt und welchen Einfluss können wir mit dem Yager Code auf unsere Entscheidungen ausüben?

Konditionierung

Menschen werden durch gute und schlechte Erfahrungen konditioniert, die sie im Laufe eines Lebens erleben. Wir sind zum heutigen Zeitpunkt die Summe unserer Lebenserfahrung. Wir glauben und verhalten uns, wie wir konditioniert wurden zu glauben und uns zu verhalten.

Es gibt drei Faktoren, die Menschen konditionieren: Genetik, Lebenserfahrung und spiritueller Einfluss.

Genetische Konditionierung

Die neuere Gehirnforschung geht davon aus, dass das Gehirn bei der Geburt praktisch leer ist.

Nach Pawlow (Hund – Glocke – Speichelfluss) könnte jeder Mensch zu allem konditioniert werden. Alles ist möglich und erlernbar, was menschlich (und urteilend gesprochen auch unmenschlich) vorstellbar ist. Diese These ist grundsätzlich richtig.

Die Anfälligkeit für bestimmte Reize ist bei Menschen jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Manche Menschen lernen leicht durch einen Lerndurchgang, andere brauchen mehrere Lerndurchgänge und höhere Intensität. Eine große Rolle spielt auch die individuelle Wahrnehmungsbereitschaft gegenüber bestimmten Reizen. Das wiederum führt zu einer erhöhten, ablehnenden oder sogar fehlenden Bereitschaft zur Konditionierung.

Ein Beispiel ist die Angst vor Schlangen. Schlangen lösen bei vielen Menschen Angst aus. Naturvölker haben jedoch weniger Angst vor Schlangen als zivilisierte Städter, die mit Schlangen noch nie in Berührung gekommen sind. Es stellt sich immer die Frage, wie geeignet ein Reiz (ein Ereignis, Gegenstand, Tier) ist, um als gefährlich eingestuft zu werden, um eine Angst auszulösen. Dazu zählen Tiere (Schlangen, Ratten, Spinnen, Mäuse etc.), enge und dunkle Räume (Klaustrophobie), Höhen (Akrophobie), weite und offene Plätze, die keinen Schutz vor angreifenden Tieren oder feindlichen Menschen bieten (Agoraphobie).

Andere Reize, die objektiv weitaus gefährlicher sind, wie Fernseher, Elektrizität, Windkrafträder, Autos, Motorräder sind weniger geeignet Angst auszulösen. Die Menschen hatten noch nicht genug Zeit, sich auf diese Reize einzustellen. In tausend Jahren wird dies vielleicht der Fall sein.

Neutrale Reize wie ein Handy, ein Fön oder Toaster zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr Lerndurchgänge brauchen, um gefährlich zu wirken und Angst auszulösen. Bei der Angst vor Hunden, engen Räumen, einer heißen Herdplatte oder Schlangen geht das relativ schnell.

Welche Herkunft haben Sie? – Soziale Konditionierung

Es gibt Konditionierungen, die über die soziale Gemeinschaft erlernt werden. Dazu zählen zum Beispiel Verhaltensweisen, die unmittelbar mit körperlichen Bewegungen und körperlichem Empfinden verbunden sind, bzw. erst entstehen. Körperhaltung, Ernährungspraktiken und Hygienepraktiken, Gesten im Verlauf der Essenaufnahme, der Toilettengang, beim Schreiben, Umhergehen und dem Transport von Gegenständen zählen hierzu. Solche Gesten und Arten banalen Handelns im alltäglichen Verhalten machen Ihren Teil der Verbindung zu Ihrer sozialen Herkunftsgruppe aus.

Einen ‚Bauer‘ im Anzug werden Sie als solchen identifizieren; ebenso einen ‚Edelmann‘ in Schlabber-Look.

Mann oder Frau?

Hormonelle Einflüsse können ebenso einen Einfluss auf die Konditionierbarkeit haben. Frauen haben aufgrund hormoneller Schwankungen gegenüber Männern eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörung zu erkranken. Ursächlich sind die Geschlechtshormone.

Zusammenfassend gibt es genetische Konditionierungen, die wir einfach als gegeben annehmen. Sie haben somit als Mann und Frau unterschiedliche Voraussetzungen zur Konditionierung, also wie Sie konditioniert werden können und wie lange eine Konditionierung braucht. Den größten Teil menschlicher Konditionierungen machen jedoch die Lebenserfahrungen aus.

Spiritualität – Religion

Die Vielfalt an vorstellbaren Überzeugungen und Glaubensrichtungen sind Bestandteil Ihrer persönlichen Wert- und Moralvorstellungen. Sie sind Bestandteil Ihrer Rekonditionierungsarbeit, nicht einer Anleitung mit dem Yager Code.

Sollten Sie diesbezüglich einen Vorbehalt gehabt haben, dann können Sie ihn beiseite legen.

Diese Individualität ist Teil Ihrer Selbst von Wert- und Moralvorstellungen, mit denen Sie schädliche Einflüsse ihrer Vergangenheit rekonditionieren. Ein Coach stellt ‚nur‘ den Weg dar.

Konditionierung durch Lebenserfahrung

Die Erfahrungen unseres Lebens bestimmen unsere Verhaltensweisen, Überzeugungen, Werte und Grenzen. Diese Lektionen unseres Lebens können so tief verwurzelt sein, dass jede Logik und Vernunft sie nicht außer Kraft setzen kann. Manchmal so scheint es, sind wir machtlos, etwas dagegen zu tun. Dies gilt insbesondere für Blockaden oder die Selbstsabotage. Niemand, der klaren Verstandes ist, würde diese als gewollt akzeptieren. Sie sind ‚einfach da‘ und scheinen sich nie zu verändern. Sie stören und erzeugen Stress.Unterbewusstsein

Es scheint so, als ob sich ein Teil des Geistes gebildet hat, der weiterhin seine Auswirkung auf das heutige Leben ausübt. Dieser Teil kennt die heutige Realität nicht und wird vom Bewusstsein nicht erkannt. Nur sein schädlicher Einfluss auf das heutige Leben (das Problem/ die Nicht-Zielerreichung) wird erkannt. Das ist leider eine Tatsache des Lebens.

Aber wie haben wir gelernt? Warum lernen wir so nachhaltig aus einer Erfahrung und aus einer anderen nicht? Wie können wir etwas neu lernen und kann die angestrebte Veränderung durch das Erlernen neuer Dinge erreicht werden?

Der Inhalt des Lernens kann manchmal lebenslange Bedeutung haben (Dunkelheit = Angst). Verhaltensweisen, Fähigkeiten und Werte werden in jedem Alter erlernt, positiv oder negativ, konstruktiv oder destruktiv, funktional oder dysfunktional. Manchmal ist morgen schon falsch, was wir gestern gelernt haben. Wir leben in einer Welt, die von permanenter Veränderung geprägt ist. So wie wir einmal etwas ‚gelernt‘ haben, können wir es heute auf andere Weise ‚neu lernen‘, weil wir heute mehr über uns selbst und über unsere Welt wissen.
Mit dem Verstand gelingt uns das auch häufig, ohne dass wir Ratgeber oder eine Therapie beanspruchen.

Der Wunsch zur Veränderung wird durch bewusste Bedürfnisse und Werte angeregt. Motivation und Wille sind klare Merkmale des Bewusstseins, die diesen Wunsch ausdrücken und verfolgen.

Der unterbewusste Bereich ist unabhängig und getrennt vom bewussten Bereich. Beide Bereiche haben unterschiedliche Bedürfnisse, Stärken und unterschiedliche Motivationen. Das wird Ihnen bewusst, wenn ein Widerspruch auftritt:
‚Ich weiss, dass ich vor Dunkelheit keine Angst haben muss, ich habe sie aber trotzdem.‘
‚Ich weiss, dass ich hübsch bin, aber ich glaube es nicht.‘
‚Ich weiss, dass ich zu fett bin, aber ich esse trotzdem zu viel.‘
‚Ich weiss, dass ich es kann, aber ich schaffe es einfach nicht.‘
‚Ich weiss, dass ich eine Rede halten kann, ich bekomme trotzdem Lampenfieber und stottere.‘

‚Ich weiss, dass Rauchen schädlich ist, ich zünde mir trotzdem eine an.‘ So geht es auch mit dem Alkohol, zu wenig Sport und vielen alltäglichen Dingen mehr.

Das ist leider wahr.

Dennoch gibt es viele tausend unterbewusste Funktionen, die ohne unser Bewusstsein positiv funktionieren:
Gehen
Reden
Schreiben
Blutfluss
Verdauung
Atmung
etc.

All’ das, was das Leben erhält läuft automatisch ab, ohne bewusste Wahrnehmung. Es unterliegt unbewussten Prozessen, die wir mit dem Verstand weder wahrnehmen, noch steuern.

Suggestibilität

Suggestibilität ist eng mit dem Begriff der Trance verbunden. Bei dem Begriff der Trance denken Sie unwillkürlich an die Hypnose und könnten jetzt zurückschrecken – also doch Hypnose -.Unterbewusstsein

Die Trance ist nur ein Wort für einen Zustand in dem wir – und das kennen Sie zigtausendfach – Kontrolle gewinnen. Wir geben keinerlei Kontrolle ab, sondern öffnen uns ganz bewusst neuen Informationen, indem wir uns auf diese Informationen konzentrieren und ‚uns von Störfaktoren abschirmen‘.

Beim Lernen, beim Film ansehen (Mitfiebern, Mitempfinden, … Mitumballern), bei Gesprächen mit Menschen, die Sie als Autorität anerkennen (zum Beispiel Polizist, Arzt, Richter, Lehrer, Mutter); in solchen Gesprächen sind Sie leichter empfänglich und offen für Vorschläge, die diese von Ihnen anerkannte Autorität sagt, ableitet oder vorstellt.

Während unserer Arbeit mit dem Yager Code gehen Sie und ich automatisch in eine leichte Trance. Ich konzentriere mich auf Sie, Sie konzentrieren sich auf sich selbst. Sie werden bei jedem Wort von mir die Kontrolle haben. Würde ich etwas Anderes behaupten, dann wäre das Scharlatanerie.

Trance brauchen Sie also weder erlernen, noch daran glauben, dass es ein übernatürliches Phänomen ist.

Mit diesem Verständnis über das ‚Lernen‘ können Sie in die Methodik des Unterbewusstseins einsteigen, die der Hauptgrund für Blockaden, Probleme und nicht erreichte Ziele darstellt.